Zum Inhalt des Films:
Der Dolumentarfilm schildert das Leben von Anna Pröll (geb. Nolan).
Anna Pröll leistete während der Zeit des Nationalsozialismus aktiven Widerstand,
in ihrer Heimatstadt Augsburg, und wurde wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“
verurteilt. Sie war deswegen im Gefängnis Aichach und im Konzentrationslager
Moringen inhaftiert.
Der Zuschauer wird durch die Erzählungen Annas, durch ihre menschliche Verhaltensweisen fasziniert und in eine Zeit versetzt in der Zivilcourage oft das Leben kostete. Durch viele Originaldokumente wird das Geschehen untermalt. Soweit möglich, wurde an Originalschauplätzen gedreht. Anschaulich wird versucht ein Leben von 1916 bis zum Jahr 2000 zu beschreiben und darzustellen.
Im Film wird die damalige Lebenssituation in den Augsburger Textilvierteln veranschaulicht, in denen Anna Pröll aufgewachsen ist. Der Vater von Anna war Webmeister. Auch er leistete Widerstand und wurde deswegen im Konzentrationslager Dachau ermordet. Die Mutter, Rosa Nolan, wurde mehrmals im Gestapogefängnis „Katzenstadel“ in Augsburg eingesperrt. Als Anna ihren späteren Ehemann Josef kennenlernt erlebt sie auch in dessen Familie die Auswirkungen der Verfolgung von Nazigegnern. Josef Pröll überlebt die Konzentrationslager Dachau, Natzweiler und Buchenwald und beteiligt sich dort als Mitglied des illegalen Lagerkollektivs an den Befreiungsaktionen. Sein Bruder Alois stirbt im Konzentrationslager Dachau nach einer „Gestapo-Sonderbehandlung“. Sein Bruder Fritz Pröll nimmt sich nach langjähriger KZ-Haft im Konzentrationslager Buchenwald / Dora das Leben. Die Mutter der Pröll’s kommt bei einem Bombenangriff in Augsburg ums Leben.